EURO-ECO 2010Hanover2 - 3 Dezember 2010 |
Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living |
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Abstracts EURO-ECO 2010 |
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| Peter Schweigert | HOCHWASSERSCHUTZ DURCH REDUZIERTE BODENBEARBEITUNG |
| Institut für Bodenkunde der Universität Hannover, Deutschland |
Wirtschaftliche Produktion strebt die optimale Intensität der eingesetzten Produktionsfaktoren an. Der technische Fortschritt hat in der Landwirtschaft zu einer Intensivierung der Produktion geführt. Es ist deshalb sinnvoll zu überprüfen, ob dadurch die optimale Intensität des landwirtschaftlichen Produktionsmitteleinsatzes überschritten wurde. Bei der einzelbetriebliche Optimierung muss auch die Auswirkung der Produktion auf die Umwelt beachtet werden. Es ist Ziel dieses Beitrages, unter diesen Aspekten die Intensität der ackerbaulichen Bodenbearbeitung zu beurteilen.
Durch Bearbeitung wird der Boden gelockert, Unkraut sowie Schaderreger beseitigt und dadurch die Wachstum der Kulturpflanzen gefördert. Jedoch wird dabei auch das natürliche Gefüge des Bodens negativ beeinflusst. So kommt es zu einer Verdichtung des Bodens unterhalb des Bearbeitungshorizontes. Durch das verminderte Porenvolumen wird die Wasserleitfähigkeit und somit die Sickerwasserbildung verringert. Weiterhin sinkt im bearbeiteten Boden die Aggregatstabilität. An der Bodenoberfläche kommt es deshalb bei Starkregen zur Verschlämmung, die die Infiltration vermindert. Die Folge dieser Veränderungen ist verstärkter Oberflächenabfluss und dadurch eine Erhöhung von Hochwasserscheiteln. Es hat sich gezeigt, dass durch reduzierte Bodenbearbeitung der Scheitelabfluss und somit Schäden durch Hochwasser gemindert werden können. Auch einzelbetrieblich kann besonders durch verringerte Kosten der Bodenbearbeitung der Gewinn gesteigert werden. Deshalb sollte der bereits zu beobachtende Trend hin zur reduzierten Bodenbearbeitung weiter gefördert werden.
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