EURO-ECO 2010Hanover2 - 3 Dezember 2010 |
Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living |
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Abstracts EURO-ECO 2010 |
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| Z.V. Dushkova | FORMIERUNG DES KULTURELL-ÖKOLOGISCHEN PARADIGMAS IM KONTEXT VON DER EINHEIT DES MENSCHEN UND DER NATUR |
| “Verlagshaus Dushkova”, Moskau, Russland |
Ökologisch orientierte Betrachtungsweise ist heutzutage für viele Wissenschaftsdisziplinen von zunehmender Aktualität, meisten davon berichten von einem größeren, transdisziplinären Diskurszusammenhang über die Beziehung von Kultur und Natur. Für eine solche Integrationsleistung steht insbesondere der Dialog zwischen Kultur und Ökologie. In der Arbeit wird solcher Diskurs betrachtet, die gerade aufgrund ihrer ästhetisch-fiktionalen Transformation ein besonderes Potential und eine besondere Funktion in der symbolischen Repräsentation der Kultur-Natur-Beziehung gewinnt. Ökologisches Paradigma in der vorliegenden Arbeit gilt als ein Begruendungszusammenhang für Integration der Menschen mit der umgebenden Natur.
Der Begriff Paradigma wurde in den 60en Jahren von dem Wissenschaftstheoretiker und Philosophen Thomas Kuhn in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht. Nach T. Kuhn (1967) ist ein Paradigma der Wissenschaft: „…eine wissenschaftliche Schule oder Strömung, die einen gemeinsamen Fundus an Theorien, Methoden, empirischen Befunden, Meinungen und Wertungen aufweist“. Der ökologische Ansatz befasst sich mit der Umwelt des Menschen, besonders mit den Wechselwirkungen zwischen dem Individuum und seiner Umwelt. Definition des Paradigmas kann in den Natur- und Geisteswissenschaften zweifach gedeutet werden: als grundlegendes Element der wissenschaftlichen Erkenntnis von Naturgesetzen, sowie auch als einigen sozialen und kulturellen Imperativ der sozialen Aktivität.
Als Beispiele solches ökologisches Paradigmas sind Konzeptionen von Biosphäre und Noosphäre von W. Wernadskij, die viele Anhänger aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen gewonnen haben. W. Wernadskij zufolge sind der Mensch und die Menschheit mit dem lebendigen Stoff, der unseren Planeten besiedelt, aufs Engste verbunden. Die Formierung des kulturökologischen Paradigmas bewirkten auch Arbeiten von vielen Wissenschaftlern und Denkern verschiedener Zeiten: französische Aufklärer Wolter, Rousseaus, Kondorse (die Geschichte der Menschheit ist der Prozess der Verstärkung ihrer Vernunft, ihres Einflusses auf das Leben anderer Menschen), S. Monteskje (entscheidende Rolle der Umwelt auf die Veränderung der menschlichen Natur), L. Metschnikow (die Nähe irgendwelches Territoriums von den Wasserressourcen als Triebkraft der Ge sellschaftsentwicklung), A. Tojnbi (das Mechanismus „der Aufruf — die Antwort“: der erste kommt aus der natürlichen Umgebung, und die Gesellschaft muss ihm eine adäquate Form der sozialen Organisation schaffen oder umkommen), L. Gumiljow (Entwicklung eines beliebigen Volkes ist das Ergebnis des „Passionaren Stoßes“, der aus dem kosmischen Raum als Signal gekommen war), A. Tschischewskij (der Einfluss der sonnigen Aktivität auf die Tätigkeit des Menschen als Triebkraft des historischen Prozesses).
Weiterentwicklung des kulturökologischen Paradigmas ist in den 1970-1980-en Jahren zu vermerken, wenn Systemforschungen von Club of Rom, Arbeiten zum UNESCO-Programm „Mensch und Boisphäre“, zunehmend Aufmerksamkeit zu den ökologischen Problemen von der Organisation der Vereinigten Nationen entstanden sind. Das alles führte zu dem Wandel des alten anthropozentrischen Herangehens bei Wechselbeziehung von Menschen und Natur zu den neuen ökologischen Paradigmen, die durch kulturelle Aspekte gekennzeichnet wird. So wird das Weggehen vom Prinzip der Einmaligkeit des Menschen bezüglich anderer Tiere charakteristisch, der Mensch ist einer von vielen anderen Tieren, die in der globalen biophysischen Umwelt aufgenommen sind (Dunlap, 2002). Zum Unterschied von alten anthropozentrischen Herangehen, wo Kultur und technischer Progress den unendlichen sozialen Progress gewährleisten, gibt es im neuen Paradigma ökologische Einschränkungen. Dabei ist es wichtig, die Methoden der soziokulturellen Interpretation der ökologischen Wissen und Information auszuarbeiten, die ökologischen Einschränkungen der Massenkultur zu ermöglichen. D.S. Lichatchjov (1991) hat sehr genau gesagt: „Ökologie ist ein moralisches Problem”, sind soziokulturelle Aspekte der ökologischen Programmen sehr wichtig. Nur dann kann die Verantwortung des Menschen für die Umweltbelastung berücksichtigt werden sein.