EURO-ECO 2009

Hanover

3 - 4 Dezember 2009

Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


Hilmar Rempel WELTWEITE VERFÜGBARKEIT VON ENERGIEROHSTOFFEN
Wirtschaftsgeologie der Energierohstoffe Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Geozentrum Hannover, Hannover

Nicht-erneuerbare Energierohstoffe – Erdöl, Erdgas, Kohle und Kernbrennstoffe – tragen heute zu etwa 90% zur Deckung des globalen Primärenergiebedarfs bei. Dieser Anteil wird in absehbarer Zeit nur geringfügig zurückgehen. Mit den stark steigenden Energierohstoffpreisen bis Mitte vergangen Jahres stieg auch das Interesse an den unterschiedlichen Aspekten der Verfügbarkeit von Energierohstoffen. Mit dieser Problematik aus Sicht der Geowissenschaften befasste sich Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Energierohstoffe 2009: Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit“. Dabei wurden häufig gestellte Fragen beleuchtet wie: Wie viel Erdöl wurde bislang auf der Erde verbraucht, wie viel Erdöl kann noch gewonnen werden? Welche Veränderungen haben sich bei der Gewinnung und dem Verbrauch von Erdgas und Kohle ergeben? Sind in den kommenden Jahrzehnten Engpässe bei der Versorgung mit Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran für die Energieerzeugung absehbar? Diese und weitere Fragen zur Weltlage im Bereich der Energierohstoffe werden im Vortrag angerissen. Aus der Analyse der bekannten, wirtschaftlich nutzbaren Vorkommen (Reserven), der darüber hinaus bekannten oder vermuteten Vorkommen, deren Nutzung zurzeit noch wirtschaftlich uninteressant ist (Ressourcen), sowie der Entwicklung im Bereich Exploration und Produktion ergeben sich folgende wichtige Schlussfolgerungen: Erdgas, Kohle und Uran stehen bei der derzeitig absehbaren Entwicklung in ausreichender Menge zur Verfügung. Dahingegen sind mögliche Engpässe bei der Verfügbarkeit von konventionellem Erdöl zu erwarten. Für die Nutzung von Kohle besteht im Vergleich zu den übrigen nicht-erneuerbaren Energierohstoffen das größte Potenzial (siehe Abbildung). Ihre Bedeutung als Energieträger wird insbesondere mit Blick auf die sich weiter rasant entwickelnden Länder China und Indien weiter zunehmen.

 

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