EURO-ECO 2009

Hanover

3 - 4 Dezember 2009

Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


Zinovya V. Dushkova UMWELTBILDUNG ALS PHILOSOPHISCHES PROBLEM
Verlag „Dom Dushkowoi“, Moskau

In der Welt von Heute wächst die Zahl von Menschen, denen die Instabilität ihres Bestehens bewusst in einen Zustand der Angst und Sorge versetzt. Auf der Suche nach einem Ausweg aus der ungünstigen Situation gründen sie ökologische Bewegungen, führen pädagogische Experimente durch, züchten die ersten Sprossen alternativer Lebenskultur, Verhaltens, Selbstbildung u s. w.. In einem Versuch innere Stabilität in dieser unbeständigen von Naturkatastrophen getriebenen Welt zu finden, wenden sich viele von ihnen an verschiedene Gesellschaften.

Und hier muss betont werden, dass die Umwelterziehung unverdient außerhalb der Aufmerksamkeit der Philosophen, die sich mit der Forschung der Gesellschaftsentwicklung beschäftigen, geraten ist. Es wird immer offensichtlicher, das die angesammelten gemeinsamen Erfahrungen vieler Wissenschaftler einer Verallgemeinigung erfordern. So könnten Vertreter der ökologischen und nicht-ökologischen Wissenschaften die eng miteinander verbundenen Aufgaben erfolgreicher auflösen. In der aktuellen ökologischen Situation ist eine Gegeneinandersetzung verschiedener wissenschaftlicher Bereiche nicht hinnehmbar, zweckmäßiger wäre es viele Berührungspunkte durch eine philosophische Analyse der Umwelterziehungsprobleme zu finden.

In erster Linie unter den wichtigsten philosophischen Fragen sollte die Frage der Spezifik und der Struktur des ökologischen Wissens gestellt werden. Es muss nicht nur ihr Platz im gemeinsamen System der wissenschaftlichen Disziplinen bestimmt werden, sondern ihre Rolle im Zusammenhang mit der Interaktion von Natur und Gesellschaft. Hier sollte man der Idee von K. Marx, dass, solange es Menschen gibt wird die Geschichte des Menschen und die Naturgeschichte gegenseitig voneinander abhängig sein, zustimmen. Es sollte ein spezifischer Ansatz, der zur Studie der bestehenden Probleme beitragen wird, entwickelt werden. Noch im V. Jahrhundert v. C. hat der berühmte altgriechische Arzt und Philosoph Hippokrates in seinem berühmten Werk “Von den Lüften, Gewässern und Orten” darauf hingewiesen, dass der Mensch ein integraler Bestandteil der Mutter-Natur ist. Mit Ablauf der Jahrhunderte können wir als Zeuge der aktiven Einmischung der Menschheit in die Vorgänge der Natur behaupten, dass sie die Folgen der gegenseitigen Beeinflussung zu tragen haben. In diesem Zusammenhang muss die besondere Rolle des Menschen und das Maß seiner Verantwortung für den ökologischen Zustand des Planeten hervorgehoben werden.

Der russische Wissenschaftler V. I. Vernadsky hat behauptet, dass auf der Erdoberfläche es keine chemischen Kräfte die dauerhafter und somit stärker in ihrer letzten Folgen, als die lebenden Organismen, als Ganzes betrachtet, gibt.

Philosophie, neben der Idee des “weisen Weltanschauung”, hatte immer ein Anspruch rationale und universale Wissenschaft zu sein angestrebt. Das ist durch ihr Wesen, neue Wege des historischen Fortschrittes zu ebnen, bedingt.

Unsere Welt braucht dringend Lösungen für “Lebensfragen”, es gilt auch für die Frage nach der Einheit von Mensch und Natur. In der letzten Zeit ist die Menschheit von der Gefahr der ökologischen Krisen, die beispiellose Spannungen in der Gesellschaft auslösen, betroffen. Die Fragen des “ökologischen Lebens in der Natur” als auch der internen “Humanökologie” sollten zu einem Gegenstand des Studiums für die Philosophie als strenger Wissenschaft werden. Natürlich kann die philosophische Ansicht der aktuellen Umweltbildung nur bei einer richtigen Problemstellung Früchte tragen. Wir leben in einer besonders schwierigen Umbruchzeit und da kann die philosophische Analyse bei der Lösung der mit der “Umwelt-Alphabetisierung” der Gesellschaft verbundenen Probleme besonders behilflich sein. Erstens, Philosophen können die reiche Erfahrungen der Vorgänger nutzen und einen neuen Typ öffentliches Bewusstseins bilden. Zweitens, Philosophie kann mitwirken, damit die praktische Orientierung des Menschen in seiner Beziehung mit der Natur nicht nur pragmatisch ist, sondern der gegenseitigen Bereicherung dient. Drittens, die Philosophie kann eine theoretische Synthese zur Ausführung bringen, die verschiedene Ansätze zu den Umweltverträglichkeitsprobleme zusammenfasst und eine neue Methodik der Umweltbildung, angemessen der wissenschaftlichen Kenntnissen des XXI. Jahrhunderts, entwickelt.

 

Download Präsentation (1,6 MB, pdf)