EURO-ECO 2009

Hanover

3 - 4 Dezember 2009

Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


E.D. Chertov NETZINTEGRATION DER HOCHSCHULEN AUF DER RESSORCENEBENE
Voronezher Staatliche Technologische Akademie, Voronezh

Die Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen ermöglicht es bekanntlich, effektiver zu arbeiten und Ergebnisse der Zusammenarbeit unfassender und wirksamer einzusetzen. In Russland gibt es mehrere Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit im Bildungsbereich wie das Zentrum der internationalen wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit „Internauka“ u.v.a.

Es sei jedoch zu betonen, dass diese Integration keinen Systemcharakter aufweist und eher zufällig ist, was davon zeugt, dass eventuelle Teilnehmer der Integration (Hochschulen, wissenschaftliche Forschungsinstitute, Industriebetriebe u.a.) ihre eigenen Interessen haben, die sich kaum überschneiden.

Die Rechtsgrundlage auf diesem Gebiet hat viele Mängel. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und wissenschaftlichen Forschungsinstituten ist im Prinzip möglich, wenn jedoch nur an wissenschaftlichen Problemen gearbeitet wird ohne ihre praktische Umsetzung.

Die Voronezher Staatliche Technologische Akademie ist seit 80 Jahren mit industriellen Betrieben und Unternehmen eng verbunden. Deswegen wäre es interessant, genau auf diese Form der Integration unter Teilnahme regionaler und kommunaler Behörden einzugehen, bei der alle Potenziale der Teilnehmer zusammengelegt werden.

Da die staatliche Finanzierung der Hochschulen oft für Ausbildung des Spezialisten nicht ausreichend ist, sollte die Hochschule über Möglichkeiten verfügen, an andere Finanzierungsformen zu kommen, auch in anderen Regionen.

Wenn wir über Integration sprechen, halten wir es für sinnvoll, wenn Spezialisten von Betrieben bzw. Unternehmen oder Firmen ausgebildet werden. Vorteile dieser Form sind offensichtlich: das Unternehmen bekommt einen fertigen Spezialisten, der keine Zeit für Anpassung braucht.

Für die Hochschule wäre solch eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen (Betrieb) auch von Vorteil, weil sich die Hochschule bei der mangelnden Finanzierung keine teure Technik leisten kann, wass dagegen für ein Unternehmen kein Problem ist.

An der Voronezher Staatlichen Technologischen Akademie gibt es so ein Projekt. Unsere Hochschule ist eine der größten im Süden Russlands. Wir arbeiten mit agrarverarbeitenden Industriebetrieben und chemischen Betrieben zusammen, deren Leiter meistens unsere Absolventen sind. Der erste Schritt unserer Integration mit diesen Betrieben wurde die Gründung der Lehrstühle von organischer und anorganischer Chemie an den Betrieben. Auf diese Weise ist es wahrscheinlich zum ersten Mal gelungen, den hohen Proffesionalismus von Spezialisten der chemischen Betriebe und das Potenzial unserer Wissenschaftler, Aspiranten und Studenten zu vereinigen.

Die Lehrpläne für diese Lehrstühle werden von unserer Akademie ausgearbeitet. Finanziert wird dieses Projekt von beiden Seiten. Was wird damit erreicht? In erster Linie gesicherte Arbeitsplätze für unsere Absolventen sowie Kommerzialisierung von wissenschaftlichen Projekten.

Aus rechtlichen Gründen haben wir jedoch keine Möglichkeit, dieses Projekt weiter zu entwickeln, weil es kein entsprechendes Gesetz gibt, und da könnten uns und unseren eventuellen Partnern regionale Behörden bei der Steuerbegünstigung helfen.

Es sei auch von Risiken zu erwähnen, die alle Seiten sowie der Staat als Partner des privaten Investors tragen. Die Unterstützung der öffentlichen Organisationen ist auch nicht unterzuschätzen, besonders was die Arbeit an neuen Gesetzen betrifft. Die rechtliche Grundlage ist nicht wegzudenken, weil es um flexible Integrationsformen geht, die rechtlich unterstützt werden müssen.


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