EURO-ECO 2009

Hanover

3 - 4 Dezember 2009

Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


Irina P. Ponomarenko MONITORING DER LUFTQUALITÄT ALS VORAUSZETZUNG FÜR ERHALTUNG DER GESUNDHEIT
„Neue Ökologische Gesellschaft“, Krasnodar

In der andauernd verschlimmernden ökologischen Situation, Stress- und anderer Überbelastungen in Großstädten gewinnt die Luftqualität immer mehr an Bedeutung. Zur Zeit ist die Stadt der Hauptverbraucher des Sauerstoffes. In Russland wird die Luftverschmutzung rund um die Uhr von automatischen Stationen von Roshydromet online kontrolliert. Im kontinuierlichen Ablauf werden sowohl durchschittliche Konzentrationen von 23 chemischen Stoffen vermessen (21 chemische Soffe sowie Kohlendioxyd und Sauerstoff werden nach Empfehlungen von der Weltgesunheitsor ganisation kontrolliert) als auch meteorologische Parameter ihrer Verbreitung in der Atmosphäre (Windgeschwindigkeit und -richtung, Lufttemperatur, -druck und –feuchtigkeit, senkrechte Komponente der Luftgeschwindigkeit). Jährlich steigt die Menge von kontrollierten schädlichen Stoffen in der Atmosphäre. Zahlreiche Studien haben außerdem gezeigt, dass die Luftqualität in vielen Gebäuden im Wesentlichen auch unbefriedigend ist. Das Monitoring der Innenluftqualität in Betrieben und anderen Gebäuden, wo sich gleichzeitig viele Leute aufhalten bzw. arbeiten, wird ungenüdend durchgeführt. Einer der Gründe dafür besteht in niedrigen Standards und Normen für Raumlüftung. Der Hauptgedanke von diesen Richtlinien besteht darin, dass es im Allgemeinen nötig sei, die Luftqualität in Innenräumen zu sichern. (IAQ – Indoor Air Quality), mit der nur der geringe Teil der Gruppe (ca. 15, 20 oder 30%) unzufrieden sind, während die Mehrheit der Gruppe diese Qualität als befriedigend empfindet. Und nun einige Ergebnisse von etlichen Studien. Die vor kurzem durchgeführten unabhängigen Studien haben gezeigt, dass die Luftqualität in Innenräumen wesentlich auf die Leistung von Angestellten in Dänemark wirkt (P. Ole Fanger). Ergebnisse von medizinisch-ökologischen und hygienischen Untersuchungen in Russland zeugen davon, dass die Luftverschmutzung verschiedene toxische Reaktionen bei der Bevölkerung hervorrufen kann, schon in der Phase der Ontogenese (V.M. Boev, V.V. Bystrych). Zahlreiche wissenschaftliche Forschungen lassen es behaupten, dass intensive Luftverschmutzung auf die Verbreitheit der angeborenen Anomalien sowie chronischen und akuten Krankheiten wirkt. Viele allergische Erkrankungen sind bekanntlich führende ökopathologische Zustände (N.V. Zaitseva, N.I. Averjanova, I.P. Korjukina). Die Luftverschmutzung sowohl in Innenräumen als auch draußen ist eines der wichtigsten Probleme im Bereich der Umwelthygiene, das für alle Menschen sowohl in Industrie- als auch in unterentwickelten Ländern von Bedeutung ist. „Empfehlungen der WGO zur Luftqualität“ vom Jahr 2005 ist eine umfassende Anleitung für Verringerung der Folgen der Luftverschmutzung für Gesundheit der Menschen. In den „Empfehlungen der WGO zur Luftqualität“ wird es zum ersten Mal die Konzentrationsnorm für harte Teilchen festgelegt, mit dem Ziel, sie möglichst niedrig zu halten. Die Konzenrationssenkung für harte Teilchen (von 70 auf 20mg/m³) führt zur Mortaltätssenkung um etwa 15% (nach WGO).

Um Gesundheitsindikatoren der Bevölkerung zu verbessern, die auf den Umweltzustand (Luft) zurückzuführen sind, ist es nötig: eine besondere Aufmerksamkeit dem Monitoring der Luftqualität in Innenräumen zu widmen; Normen und Methoden für individuelle Luftzuführung in Arbeitsräumen auszuarbeiten; das Monitoring auszubauen, indem schädliche Stoffe in der Luft sowohl innen als auch draußen qualitativ und quantitativ besser kontrolliert werden. Zum Problem des Jahrhunderts sollte aufgrund des Monitorings die Regelung der Luft und des Sauerstoffs werden.