| Irina P. Ponomarenko |
MONITORING DER LUFTQUALITÄT ALS VORAUSZETZUNG FÜR ERHALTUNG DER
GESUNDHEIT |
| „Neue Ökologische Gesellschaft“, Krasnodar |
In der andauernd verschlimmernden ökologischen Situation, Stress- und
anderer Überbelastungen in Großstädten gewinnt die Luftqualität
immer mehr an Bedeutung. Zur Zeit ist die Stadt der Hauptverbraucher des Sauerstoffes.
In Russland wird die Luftverschmutzung rund um die Uhr von automatischen Stationen
von Roshydromet online kontrolliert. Im kontinuierlichen Ablauf werden sowohl
durchschittliche Konzentrationen von 23 chemischen Stoffen vermessen (21 chemische
Soffe sowie Kohlendioxyd und Sauerstoff werden nach Empfehlungen von der Weltgesunheitsor
ganisation kontrolliert) als auch meteorologische Parameter ihrer Verbreitung
in der Atmosphäre (Windgeschwindigkeit und -richtung, Lufttemperatur, -druck
und –feuchtigkeit, senkrechte Komponente der Luftgeschwindigkeit). Jährlich
steigt die Menge von kontrollierten schädlichen Stoffen in der Atmosphäre.
Zahlreiche Studien haben außerdem gezeigt, dass die Luftqualität
in vielen Gebäuden im Wesentlichen auch unbefriedigend ist. Das Monitoring
der Innenluftqualität in Betrieben und anderen Gebäuden, wo sich gleichzeitig
viele Leute aufhalten bzw. arbeiten, wird ungenüdend durchgeführt.
Einer der Gründe dafür besteht in niedrigen Standards und Normen für
Raumlüftung. Der Hauptgedanke von diesen Richtlinien besteht darin, dass
es im Allgemeinen nötig sei, die Luftqualität in Innenräumen
zu sichern. (IAQ – Indoor Air Quality), mit der nur der geringe Teil der
Gruppe (ca. 15, 20 oder 30%) unzufrieden sind, während die Mehrheit der
Gruppe diese Qualität als befriedigend empfindet. Und nun einige Ergebnisse
von etlichen Studien. Die vor kurzem durchgeführten unabhängigen Studien
haben gezeigt, dass die Luftqualität in Innenräumen wesentlich auf
die Leistung von Angestellten in Dänemark wirkt (P. Ole Fanger). Ergebnisse
von medizinisch-ökologischen und hygienischen Untersuchungen in Russland
zeugen davon, dass die Luftverschmutzung verschiedene toxische Reaktionen bei
der Bevölkerung hervorrufen kann, schon in der Phase der Ontogenese (V.M.
Boev, V.V. Bystrych). Zahlreiche wissenschaftliche Forschungen lassen es behaupten,
dass intensive Luftverschmutzung auf die Verbreitheit der angeborenen Anomalien
sowie chronischen und akuten Krankheiten wirkt. Viele allergische Erkrankungen
sind bekanntlich führende ökopathologische Zustände (N.V. Zaitseva,
N.I. Averjanova, I.P. Korjukina). Die Luftverschmutzung sowohl in Innenräumen
als auch draußen ist eines der wichtigsten Probleme im Bereich der Umwelthygiene,
das für alle Menschen sowohl in Industrie- als auch in unterentwickelten
Ländern von Bedeutung ist. „Empfehlungen der WGO zur Luftqualität“
vom Jahr 2005 ist eine umfassende Anleitung für Verringerung der Folgen
der Luftverschmutzung für Gesundheit der Menschen. In den „Empfehlungen
der WGO zur Luftqualität“ wird es zum ersten Mal die Konzentrationsnorm
für harte Teilchen festgelegt, mit dem Ziel, sie möglichst niedrig
zu halten. Die Konzenrationssenkung für harte Teilchen (von 70 auf 20mg/m³)
führt zur Mortaltätssenkung um etwa 15% (nach WGO).
Um Gesundheitsindikatoren der Bevölkerung zu verbessern, die auf den Umweltzustand
(Luft) zurückzuführen sind, ist es nötig: eine besondere Aufmerksamkeit
dem Monitoring der Luftqualität in Innenräumen zu widmen; Normen und
Methoden für individuelle Luftzuführung in Arbeitsräumen auszuarbeiten;
das Monitoring auszubauen, indem schädliche Stoffe in der Luft sowohl innen
als auch draußen qualitativ und quantitativ besser kontrolliert werden.
Zum Problem des Jahrhunderts sollte aufgrund des Monitorings die Regelung der
Luft und des Sauerstoffs werden.