EURO-ECO 2009Hanover3 - 4 Dezember 2009 |
Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living |
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Abstracts EURO-ECO 2009 |
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| G.A. Kuliev A.A. Kasyanenko |
GENETISCHE AUSWIRKUNGEN VON ABGEREICHERTEM URAN AUF GERSTENPFLANZEN |
| Universität der Völkerfreundschaft, Moskau |
In der letzten Zeit wird abgereicherter Uran in hohem Maße bei der Herstellung von konventioneller Munition eingesetzt. Sprengköpfe mit Kern aus abgereicherten Uran wurden das erste mal von der US-Armee im Jahr 1991 während der Operation “Storm in der Wüste” im Irak angewendet. Im Jahr 1999 hat NATO wieder Munition mit abgereichertem Uran in Jugoslawien angewendet.
Beim Auftreffen eines solchen Kerns auf ein festes Hindernis, wird es durch Reibung auf eine hohe Temperatur erhitzt und entzündet, dabei werden 70% davon in ein Aerosol umgewandelt. Die meisten Partikel haben eine Größe von weniger als 5 Mikrometer im Durchmesser. Bei einer solchen Explosion werden die militärische Ausrüstung und die Oberfläche der Erde in einem Umkreis von 150 m vom schwarzen Uranstaub bedeckt. Darüber hinaus wird der Uranstaub durch Wind je nach Geschwindigkeit und Richtung auf weite Entfernungen transportiert (bis zu 40 km von der Explosion) und belastet dabei die Umwelt. Die Verbreitung des Uranstaubs durch Wind sorgt für eine radioaktive Verseuchung von großen Bodenflächen. Eine besondere Gefahr dieser Verseuchung besteht darin, dass Uran selbst und die meisten seiner Zerfallsprodukte sind Alpha-Strahler, und Alpha-Strahlung wird bei der Prüfung und Bewertung der Strahlungssituation in der Regel nicht gemessen und nicht standardisiert.
Toxikologische Eigenschaften von Uran-Verbindungen werden schon mehrere Jahrzehnte untersucht. Toxizität von Uran-Verbindungen hängt von mehreren Faktoren ab, die entscheidende von denen sind Löslichkeit, Eindringungswege und Dosis des Stoffes. Die Radioaktivität von Uran bedingt seine strahlenbiologische Wirksamkeit. Bei Affen, Hunden und Ratten wurde eine erhöhte Häufigkeit von Lungenzirrhose bei ständiger Wirkung der Aerosole UO2 festgestellt, was mit der Akkumulation von Strahlendosis in diesen Geweben verbunden ist.
In der Literatur werden Daten über die Wirkung des Urans auf die lebenden Objekte mit der Identifizierung von somatischen Nebenwirkungen in Zusammenhang gebracht. Es gibt Anzeichen dafür, dass im Falle eines Eindringen von Uran in Pflanzen wird die Entstehung einer Reihe von Chromosomenaberrationen beobachtet.
Im Jahr 2003 haben wir ein Experiment zur Erforschung der cytogenetischen Effekte, die durch die Wirkung von Uran auf die meristematische Gerstenzellen entstehen, durchgeführt. Als Versuchskultur wurde Gerste der Art „Elf-Superelite“ genommen. Trockene Gerstesamen wurden in einer Lösung von Uranylnitrat UO2 (NO3)2 getränkt und in Petrischalen je 50 Stück gekeimt. Das Experiment wurde einmal wiederholt. Die Dauer der Einwirkung von Uran-238 auf Saat- und Pflanzgut war etwa 30 Stunden. Die Konzentration von Uran in Lösungen variierte von 0 bis 200 mg/Liter.
Die höchste Keimfähigkeit war bei der Kontrollvariante und bei der Variante mit der Urankonzentration 2 mg/Liter festgestellt, die niedrigste - bei 10 mg/Liter. Die Anzahl der Zellen mit Aberrationen erhöht sich, aber dann, mit weiterem Anstieg der Konzentration, beginnt zu sinken. Wir gehen davon aus, dass dies zur Unterdrückung des Prozesses der Zellenteilung zurückzuführen ist. In allen Konzentrationen von Uran-238 (von 0 bis 200 mg Uran in 1 Liter Wasser) ist ein zytogenetisches Effekt beobachtet worden. Bei der Ausführung des Versuchs mit einer Konzentration von 20 mg/Liter wurde ein Anstieg von Zellen mit Chromosomenaberrationen registriert.
Steigende Konzentrationen von Uran bis zu 800 mg/Liter führte zur Störung des Zellenteilungsprozesses und der Entstehung von Multi-Zellen. Während der Experimente entstanden Zellen mit zwei bis acht Kernen. Der Versuch mit Konzentration von Uran-238 - 2 g/Liter Wasser wurde durch die völlige Zerstörung der Zellen begleitet.
So zeigten die von uns durchgeführten Untersuchungen noch mal die negativen Auswirkungen von abgereichertem Uran auf die Pflanzen Kultur, was auch mit den Ergebnissen anderer Autoren übereinstimmt.
Detaillierte Analyse der wissenschaftlichen Quellen, als auch unsere eigene Forschung haben eindeutig die schädlichen Auswirkungen von Uran-238 auf pflanzliche und tierische Welt bestätigt.
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