EURO-ECO 2009Hanover3 - 4 Dezember 2009 |
Environmental, Engineering - Economic and Legal Aspects for Sustainable Living |
European Academy of Natural Sciences, HanoverEuropean Scientific Society, HanoverUniversity of Bremen, Bremen |
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Abstracts EURO-ECO 2009 |
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| Sergey V. Fedorov | DER SCHUTZ DER BESTÄNDE DER ANTHROPOGENEN ROHSTOFFE – EINE NOTWENDIGE VORAUSSETZUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG DER MENSCHLICHEN GESELLSCHAFT |
| Universität für Architektur und Bauwesen, St. Petersburg |
Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Widerspruch zwischen der Notwendigkeit einer internationalen Gemeinschaft an Bodenschätzen und die Fähigkeit der Biosphäre diese Bedürfnisse zu befriedigen immer offensichtlicher. In einigen Fällen wurden bis zu 98% der aus der Erdtiefe gewonnenen Rohstoffe in Abfälle umgewandelt und nur 2% in ein nützliches Produkt.
Im Jahre 1992 haben 178 Staaten, darunter auch Russland, ein Programm Dokument, das eine koordinierte Politik für eine nachhaltige Entwicklung der Zivilisation und Erhaltung des Ökosystems der Erde definiert, unterzeichnet.
Bei der Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen werden zwei verschiedene Ansätze verwendet:
Da eine Verringerung der reichen Vorkommen mit einem hohen Gehalt an Förderkomponenten besteht, sollte die Rolle der komplexen Technologie sich erhöhen. Gleichzeitig muss auch die Bedeutung der rationalen Lagerung und Verwendung von anthropogenen Rohstoffen steigen. Die vorhandenen Erfahrungen mit der Behandlung von anthropogenen Rohstoffen rufen in Russischen Föderation ein ernstes Problem vor.
Um die Investitionskosten für den Bau von Chemieanlagen zu verringern wurde eine getrennte Lagerung der während der Produktion entstehenden verschiedenen Abfälle nicht vorgesehen.
Die Situation wurde in den 80-90 Jahren des 20 Jahrhunderts bei dem Übergang zur Marktwirtschaft erschärft, da die Unternehmen zur Diversifizierung ihrer Aktivitäten gezwungen waren, neue Arten von Produkten zu entwickeln.
Als Beispiel dafür kann das Unternehmen „Bor“ in Dalnegorsk, Gebiet Primorje, gelten. Im Jahre 1983 haben Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem Laboratorium der Betriebsvereinigung “Glavdalstroj“ die Rohstoffe im Abfallspeicher untersucht, es waren damals mehr als 25 Millionen Tonnen Borogips. Die Forschungen im Labor und unter experimentell-industriellen Bedingungen zeigten, dass es unmöglich wäre aus den Borogips im Abfall ein Gips Bindemittel nach GOST-125-79 zu erhalten, da der einzige Abfallspeicher des Unternehmens enthielt Abfälle auch aus anderen Produktionsverfahren, unter anderem auch aus der Herstellung von Emaille.
So wurde im Fernen Osten bei Abwesenheit von bewährten Gipslagerstätten auch ein bedeutendes Vorkommen von anthropogenen Rohstoffen aus dem wirtschaftlichen Kreislauf entfernt.
Zur gleichen Zeit verfügten Entwurfsorganisationen in Russland über Erfahrung in der Konstruktion nach den strengen Anforderungen des europäischen Umweltrechts. Entwurfsorganisation „Giprochim“ hat ein Projekt für das Unternehmen „Phospha“ in der Tschechischen Republik mit 7 Abfallspeichern für 7 verschiedene Abfallarten entwickelt.
Im Jahre 1998 ergaben die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler unter der Leitung von Professor J. G. Meschtscherjakow, Instituts für Architektur und Bauwesen, Leningrad, dass das Unternehmen „Phospha“ über Reserve von anthropogenen Rohstoffen einer hohen Qualität, dass die Produktion des Gips Bindemittels der Klasse G-4 ermöglicht, verfügt.
Schlussfolgerungen: anthropogene Rohstoffe sollten unserer Meinung nach in die Staatsbilanz der Bodenschätze einbezogen werden und deren rationelle Nutzung und Schutz müssten unter der Kontrolle des Gesetzes gestellt werden.