EURO-ECO 2008

Hanover

18 - 20 November 2008

Environmental and Engineering Aspects for sustainable living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


F. Ismagilova PROFESSIONELLES DENKEN VON RUSSISCHEN MANAGERN ALS FAKTOR DES EINFLUSSES AUF ÖKOLOGISCHE POLITIK DES BETRIEBES
Business-Schule der staatlichen technischen Ural-Universität, Eketerinburg, Russland

Bei der Unterstützung des Russischen Humanitären Wissenschaftlichen Fonds (Förderungsfinanzierung) wurde von uns eine komplexe psycholofische Untersuchung der stereotypen Denkweisen von russischen Managern durchgeführt, deren einige Ergebnisse hier dargelegt werden. Untersuchungsort: die Business-Schule der staatlichen technischen Ural-Universität (Ekaterinburg). Die Zahl der Umgefragten: 640 Personen. Aus der Liste der von uns festgestellten Stereotype des professionellen Denkens wurden von mir drei hervorgehoben, die einen besonders starken Einfluss auf ökologische Politik des Betriebes ausüben können. (S. Tab.1). Außerdem versuchten wir herauszufinden, wie diese Stereotype bei den Managern mit unterschiedlicher Berufserfahrung (Dienstjahre) auf dem führenden Posten zum Ausdruck kommen.

Tabelle 1. Stereotype des professionellen Denkens der Manager in Bezug auf ökologische

Politik des Betiebes

Stereotype

Einfluss auf ökologische Politik des Betriebes

1. «Glaube an eine universelle Lösung»

Wille und Überzeugung, dass man zu zwei gegenseitig ausschließenden Ergebnissen kommen kann: man kann eine Möglichkeit finden, die Naturressourcen ohne negative Folgen für den Betrieb unbegrenzt zu benutzen.

2. «Kurzsichtigkeit beim Entscheidungstreffen»

Der Betrieb wird nur aus einer Sicht betrachtet: als Objekt, dass nur ein Ziel hat: kunkurrenzfähig auf dem Markt zu sein. Beachtet werden nur Lieferanten, Kunden, Konkurrenten...

3. «Vermeiden einer negativen Prognose»

Die Berechnung von eventuellen negativen Folgen der strategischen Politik des Betriebes wird gemieden. Man spart am Naturschutz.

Empfehlungen für Leiter ökologischer Abteilungen in Betrieben:

Das Stereotyp „Glaube an eine universelle Lösung“ wird leicht zerstört, indem man moderne Verwaltungsmethoden erlernt. Das Stereotyp «Kurzsichtigkeit beim Entscheidungstreffen» wird bewusst, wenn Direktoren und Manager in den Prozess strategischer Planung einbezogen werden. Man muss die wichtigsten ökologischen Faktoren, die bei der STEP-Analyse und der SWOT-Analyse berücksichtigt werden,verständlich und nachvollziehbar darlegen. Das Stereotyp «Vermeiden einer negativen Prognose» kann beim intensiven Training überwunden werden. Das Ziel eines solchen Trainings besteht in der Auseinandersetzung der betroffenen Person (des Managers) mit den Ursachen seiner professionellen Fehler, die an seinem Denken liegen. Die Liste von negativen Folgen für den Betrieb, die der Trainer mit dem Direktor gemeinsam bespricht, müssen auch Folgen einer uneffektiven ökologischen Politik des Betriebes stehen.