EURO-ECO 2008

Hanover

18 - 20 November 2008

Environmental and Engineering Aspects for sustainable living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

University of Bremen, Bremen


Z.V. Dushkova DIE ROLLE DER PERSÖNLICHKEIT IN DER ÖKOLOGISCHEN AUSBILDUNG DER GESELLSCHAFT
“Verlagshaus Dushkova”, Moskau, Russland

Die Menschen existierten immer im engen Kontakt mit der Natur. Deshalb trat die natürlichå Umwelt für viele Denker als die Triebkraft des historischen Prozesses auf. In verschiedenen Perioden wurde das in den spezifischen Formen gezeigt.

So, im XVIII. Jh. meinte S. Monteskje, dass die Umwelt den entscheidenden Einfluss auf die Veränderung der menschlichen Natur ausübt. Das Klima bedingt die individuellen Besonderheiten der Menschen, ihre körperliche Organisation, ihren Charakter und ihre Neigung.

L. Metschnikow (XIX. Jh.) betrachtet solchen geographischen Faktor, wie die Nähe irgendwelchen Territoriums von den Wasserressourcen als Triebkraft der Gesellschaftsen twicklung. Aufgrund dieser Betrachtung wurden drei Arten der Zivilisationen erfunden: Fluss-, Meer-, ozeanisch.

Im XX. Jh. waren die Versuche unternommen, die neuen geographischen Determinanten an den Tag zu bringen. So hat A. Tojnbi den Mechanismus „der Aufruf — die Antwort“ beschrieben: der erste kommt aus der natürlichen Umgebung, und die Gesellschaft muss ihm eine adäquate Form der sozialen Organisation schaffen oder umkommen.

L. Gumiljow meinte, dass die Entwicklung eines beliebigen Volkes, die etwa 1200 dauert, ist das Ergebnis des „Passionaren Stoßes“, der aus dem kosmischen Raum als Signal gekommen war.

Auch A. Tschischewskij betrachtete den Einfluss der sonnigen Aktivität auf die Tätigkeit des Menschen als Triebkraft des historischen Prozesses. Der Mensch kann im Unterschied zu anderen Tieren nicht nur zur Umwelt angepasst

werden, sondern auch diese Umwelt zur Befriedigung eigener Bedürfnisse benutzen. Aber es ist fraglich, ob die Umwelt den entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der modernen Gesellschaft weiter ausübt oder die wissenschaftlich-technischen Faktoren spielen die wichtigere Rolle. Die Vergrößerung ihrer Rolle im Leben der Menschen (besonders im

XX. Jh.) hat zur Betrachtung dieser Faktoren als Triebkraft in der Gesellschaftsentwicklung geführt (L. Memford u.a.).

Aber nach W. Wernadsky ist der Mensch kein von der Umwelt unabhängiges natürliches Objekt. Der Mensch und die Menschheit sind mit dem lebendigen Stoff, der unseren Planeten besiedelt, aufs Engste verbunden.

Heutzutage wird diese Tatsache nicht immer berücksichtigt – die Menschen sind der Umwelt entgegengesetzt. Das führt zur Verminderung der Verantwortung des Menschen für die Umweltbelastung.

Noch die französischen Aufklärer (Wolter, Rousseaus, Kondorse) sprachen solche Gedanken aus: die Geschichte der Menschheit ist der Prozess der Verstärkung ihrer Vernunft, ihres Einflusses auf das Leben anderer Menschen.

Das Problem der Rolle der Persönlichkeit in der ökologischen Ausbildung der Gesellschaft ist eng mit verschiedenen Fragen verbunden. So kann die Persönlichkeit wegen ihrer eigenen Fähigkeiten ein bestimmtes Ziel sehen und aufgrund der vorhandenen wissenschaftlichen Ressourcen die Gesellschaft zu diesen Ziel führen. Dadurch kann die Problemlösung der ökologischen Erziehung der Gesellschaft gefunden werden. Die große Persönlichkeit, die über die Vernunft verfügt und die Volksmassen aufklärt, kann auch als die Triebkraft betrachtet werden.

Daraus folgt, dass es notwendig ist, ein komplexes Herangehen an die ökologische Erziehung zu entwickeln. Und nichtsdestoweniger können die Bemühungen aller Gelehrten, die auf dem interdisziplinären Niveau gezeigt sind, zu den bestimmten Ergebnissen auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Aufklärungstätigkeit führen. Da von der Vernunft der Wechselwirkungen der Persönlichkeit und der Gesellschaft die Lebensfähigkeit der zukünftigen Umwelt abhängig ist, sind die Prioritäten in der ökologischen Ausbildung der Gesellschaft besonders aktuell.