EURO-ECO 2006

Hanover

1 - 2 December 2006

Environmental and Engineering Aspects for sustainable living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow

G.-J. Tuschewitzki GEWÄSSERSCHUTZ
Hygiene-Institut des Ruhrgebietes, Gelsenkirchen, Deutschland

Konkurrierende Nutzungen von Wasser und Gewässern sind mit Veränderung bis hin zu irre¬versiblen Schäden an Gewässern sind allgegenwärtig. Daher ist Gewässerschutz eine ele¬mentare Voraussetzung für das weitere Leben des Menschen und für die Natur.

Gewässerschutz umfasst alle Bemühungen Beeinträchtigungen von Gewässern fern zu halten, sowohl von Oberflächengewässern wie auch von Grundwasser.

In vielen Fällen ist Gewässerschutz nutzungsorientiert: Bei der Nutzung als Trinkwasser sind Fäkalien und Giftstoffe von dem Gewässer fern zu halten. Bei der Nutzung zu Bewässerungs¬zwecken in der Landwirtschaft darf der Salzgehalt nicht zu hoch sein usw.

Immer häufiger wird Gewässerschutz auch ohne direkte Nutzungsinteressen betrieben: zum Beispiel Erhalt von Feuchtgebieten, Tümpeln usw. für den Naturschutz.

Der Gewässerschutz richtet sich nach den Gewässerbelastungen und nach den Nutzungszielen. Beispiele für verschiedene Gewässernutzungen: Trinkwasserversorgung, Vorfluter für Abwasser (häusliches, kommunales und industrielles), Bewässerung in der Landwirtschaft, Fischerei, Kühlwasser, Schifffahrt, Erholung, Freizeit, Energiegewinnung. Dabei werden teils die Wasserbeschaffenheit und teils auch die Gewässergestalt verändert und beeinträchtigt, was weitreichende und unvorhergesehene Folgen hat.

Wasser und Gewässer sind eine wichtige Lebensgrundlage für Mensch und Natur.

Gewässerschutz ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung der Gewässer als Lebensgrundlage für den Menschen. Die Nutzung und Veränderung von Wasser und Gewässer müssen nach ihrer Art und nach ihrem Umfang so beschaffen sein, dass diese Lebensgrundlage dauerhaft für die gesamte Menschheit und Natur nutzbar ist. „Eine Kuh, die Milch geben soll, kann man nicht schlachten“ Dies bedeutet: nachhaltiger Gewässerschutz ist kein Luxus, sondern lebens- und sogar überlebensnotwendig.

Hierfür ist es erforderlich die Gewässer zu kennen, die Nutzungen nach Art und Umfang zu dokumentieren, den Einfluß auf das Gewässer und die Umgebung festzustellen, das Ziel zu bestimmen und die Abweichung vom Ziel zu erfassen. Schließlich sind die notwendigen Gewässerschutzmaßnahmen festzulegen.