EURO-ECO 2006

Hanover

1 - 2 December 2006

Environmental and Engineering Aspects for sustainable living

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow

J. Fettig ENTSCHEIDUNGSBAUM FÜR PROZESSWASSERAUFBEREITUNG
FH Lippe-Höxter, Lemgo, Deutschland

Die Wettbewerbsfähigkeit von Produktionsbetrieben mit wasserintensiven Verfahren hängt nicht zuletzt vom rationalen Einsatz des Betriebswassers ab. Die Vorteile eines optimierten Einsatzes dieses essentiellen Betriebsmittels liegen unter anderem in der Begrenzung der externen und internen Kosten. Erfüllung der Voraussetzungen für eine Produktionsausweitung bei vorliegender Begrenzung der Eigenförderungs- bzw. Bezugskapazitäten, Möglichkeit der Darstellung als imagewirksamer Umweltschutz. Grundsätzlich bedarf der rationelle Umgang mit Betriebswasser stets eines abgestimmten Gesamtkonzepts. Am Anfang steht die Bestandsaufnahme des Wasserhaushalts. Sie ist unabdingbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Umgang mit Wasser und die erfolgreiche Einführung produktionsintegrierter Maßnahmen. Gestützt durch den Vergleich mit Kennzahlen aus der Branche, erfolgt die Aufdeckung von Schwachstellen und anschließend die Festlegung von Prioritäten in einem Maßnahmenplan. Vor technischen Maßnahmen zur Behandlung von Abwasserteilströmen bzw. zur Schließung von Kreisläufen steht die Optimierung des Gesamtwasserbedarfs bzw. des Abwasseranfalls, die Pflichtmaßnahmen. Häufig können deutliche Senkungen der Wasser- und Abwasserkosten bereits durch sehr einfache Maßnahmen mit geringem Aufwand erzielt werden. Erst nach Realisierung der Pflichtmaßnahmen kommen weiter gehende Maßnahmen mit entsprechend höherem Aufwand zum Einsatz. Diese so genannten Kürmaßnahmen stehen für den Einsatz von Anlagenkonzepten zur Kreislaufschließung. Die erste Überlegung ist, ob und wo Anwendungen für wieder aufbereitetes Wasser vorhanden sind. Es folgt die Suche nach für die Aufbereitung geeigneten Abwasserteilströmen mit geringer Belastung. Vor Überlegungen über für die Kreislaufschließung geeignete Technikkonzepte ist die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit zu prüfen. Die Vorgehensweise wird an Hand eines Eintscheidungsbaums erläutert