| J. Fettig |
ENTSCHEIDUNGSBAUM FÜR PROZESSWASSERAUFBEREITUNG |
| FH Lippe-Höxter, Lemgo, Deutschland |
Die Wettbewerbsfähigkeit von Produktionsbetrieben mit wasserintensiven
Verfahren hängt nicht zuletzt vom rationalen Einsatz des Betriebswassers
ab. Die Vorteile eines optimierten Einsatzes dieses essentiellen Betriebsmittels
liegen unter anderem in der Begrenzung der externen und internen Kosten. Erfüllung
der Voraussetzungen für eine Produktionsausweitung bei vorliegender Begrenzung
der Eigenförderungs- bzw. Bezugskapazitäten, Möglichkeit der
Darstellung als imagewirksamer Umweltschutz. Grundsätzlich bedarf der
rationelle Umgang mit Betriebswasser stets eines abgestimmten Gesamtkonzepts.
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme des Wasserhaushalts. Sie ist unabdingbare
Voraussetzung für den wirtschaftlichen Umgang mit Wasser und die erfolgreiche
Einführung produktionsintegrierter Maßnahmen. Gestützt durch
den Vergleich mit Kennzahlen aus der Branche, erfolgt die Aufdeckung von Schwachstellen
und anschließend die Festlegung von Prioritäten in einem Maßnahmenplan.
Vor technischen Maßnahmen zur Behandlung von Abwasserteilströmen
bzw. zur Schließung von Kreisläufen steht die Optimierung des Gesamtwasserbedarfs
bzw. des Abwasseranfalls, die Pflichtmaßnahmen. Häufig können
deutliche Senkungen der Wasser- und Abwasserkosten bereits durch sehr einfache
Maßnahmen mit geringem Aufwand erzielt werden. Erst nach Realisierung
der Pflichtmaßnahmen kommen weiter gehende Maßnahmen mit entsprechend
höherem Aufwand zum Einsatz. Diese so genannten Kürmaßnahmen
stehen für den Einsatz von Anlagenkonzepten zur Kreislaufschließung.
Die erste Überlegung ist, ob und wo Anwendungen für wieder aufbereitetes
Wasser vorhanden sind. Es folgt die Suche nach für die Aufbereitung geeigneten
Abwasserteilströmen mit geringer Belastung. Vor Überlegungen über
für die Kreislaufschließung geeignete Technikkonzepte ist die Wirtschaftlichkeit
und Sicherheit zu prüfen. Die Vorgehensweise wird an Hand eines Eintscheidungsbaums
erläutert